Hallo,

mein Name ist Michael, ich bin Jahrgang 1980 und wohne in Mörlenbach im Odenwald. Den Hang zu den Bergen entdeckte ich erst 2003 wieder, den Grundstein legten jedoch meine Eltern 15 Jahre vorher durch einige Bergurlaube in den Berner Alpen und im Wallies. 2001 entdeckte ich für mich im Odenwald das Mountain Bike fahren, jedoch wurde mir das Revier bald zu klein. Ich erinnerte mich nun wieder an die Urlaube mit meinen Eltern in Grindelwald im Berner Oberland und stellte mir vor wie schön es wäre dort mit dem Rad zu fahren. So entstand im Sommer 2003 erstmals die Idee alleine nach Grindelwald zu fahren. Ich kaufte mir ein Zelt und einiges an Campingausrüstung und dann ging es los. Als ich dann am 5. August in Grindelwald ankam war ich so von den Bergen fasziniert das ich erst mal mein Fahrrad stehen lies und zu Fuß in die Berge ging. Ich habe mich an die Touren die ich damals mit den Eltern gegangen bin erinnert und wollte sie unbedingt wiederholen. Auch zum oberen Grindelwald-gletscher der bis zum Talboden reichte wollte ich wieder. Doch völlig schockiert stellte ich fest das davon nach 15 Jahren nichts mehr übrig geblieben ist. Meine nächste Tour  ging zur Stieregghütte. Ich wusste noch von damals das von dort noch ein Weg weiter führt, den meine Eltern mir mir und meinem Bruder aber nicht gegangen sind weil er mit "weiß-blau-weiß" markiert ist und somit ein anspruchsvoller Alpiner Weg ist. Das reizte mich jetzt um so mehr und so ging ich ca. 2 Stunden weiter in Richtung Schreckhornhütte bis zum Rotsgufer, wo ich zum ersten mal mit einem Klettersteigset in Berührung kam. Dort gab es ein paar mit Stahlseilen gesicherte Stellen und ich schaute einigen Berggängern gespannt zu wie sie sich daran sicherten. Mir wurde nun klar, das ich hier meine Grenze ereicht hatte. Ich kehrte an dieser Stelle um und stieg mit den neu gewonnenen  Eindrücken wieder ab ins Tal. Die darauf folgenden Tage ging ich noch Wandern und Radfahren. Als ich dann wieder daheim war wusste ich das ich im nächsten Jahr wieder kommen würde. 2004 ging ich dann erstmals in ein Bergsportgeschäft. Dort kaufte ich mir ein Klettersteigset und reiste dann wieder Anfang August nach Grindelwald. Nun war ich gerüstet. Mich interessierte vor allem der Aufstieg zur Glecksteinhütte, von der man nachts immer nur ein schwaches Licht hoch oben am Wetterhorn sehen konnte. So machte ich mich am dritten Tag auf den Weg. Jetzt konnte ich mich mit meinem Klettersteigset an den ausgesetzten Passagen selbst sichern und musste keine Angst haben. Nach der gelungenen Tour wollte ich dann endlich einen richtigen Klettersteig gehen. Also fuhr ich am fünften Tag mit der Zahnradbahn zur kleinen Scheidegg und nahm den Rotstock an der Eiger Westflanke als meinen ersten Klettersteig in angriff.  Der Klettersteig mit Nordwandfeeling spielte für mich dann auch eine Schlüsselrolle. Seit diesem Erlebnis bin ich wie infiziert von den Bergen und verbringe jedes Jahr viel Zeit in den Alpen. Dabei gibt es immer wieder neues zu Endecken und auszuprobieren. Wichtig ist es mir auch bei allem was ich mache, das ich mir immer neue Ziele und Herausforderungen suche. So kam es auch dazu das ich im Jahre 2010 mit dem Laufen von Straßenmarathons angefangen habe. Im darauf folgenden Jahr hatte ich dann die Idee diese Läufe mit dem Erlebnis "Berg" zu kombinieren und bin erstmals beim Jungfrau Marathon in den Berner Alpen mit 42Km und 1800 Höhenmeter gestartet.

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